Bei dem Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ handelt es sich nicht um ein Zertifikat oder Siegel, sondern um eine Selbstverpflichtung, der ein Diskussions- und Abstimmungsprozess voranging: Lehrkraft Sabrina Gschwender ergriff die Initiative und organisierte alles rund um den Aufnahmeprozess. In einer geheimen Abstimmung stimmten dann mindestens 70 Prozent aller Schulmitglieder für die Aufnahme in das Netzwerk. „Es ist ein gemeinsames Versprechen, dass an unserer Schule kein Platz für Rassismus ist“, so Schulleitung Yvonne Wagner.
Lösungsansätze, Verständnis, Toleranz und Vielfalt im Mittelpunkt
Dass Rassismus für viele der Schüler*innen aus 22 Nationen kein unbekanntes Problem ist, wurde im Laufe der Veranstaltung deutlich. So zeigten sie beispielsweise mit persönlichen Erfahrungsberichten und Fakten über Rassismus, wie präsent das Thema in ihrem Alltag ist.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aber nicht nur das Aufzeigen dieses Missstands, sondern auch Lösungsansätze, Verständnis, Toleranz und Vielfalt. Eine Schülerin trug einen selbst verfassten Poetry-Slam-Text vor und endete mit einem Dank an „all diese Menschen da draußen“, die mitdenken und für andere einstehen.
Auch Schauspielerin Doreen Dietel fand als Patin der Fachschulen für Heilerziehungspflege und Heilerziehungshilfe bewegende Worte. Sie berichtete von Situationen, in denen sie selbst Zeugin von Diskriminierung wurde – und wie sie sich dagegen einsetzte. Sie unterstützt nun die Fachschulen für Heilerziehungspflege und Heilerziehungshilfe in ihrem Engagement und betont: „Der größte Unterschied ist nicht die große Tat, sondern ein offenes Herz.“